Der Transfer Hub schafft aktiv Räume für den nötigen Dialog über Wissen, Bedarfe, sektorale Wahrnehmung und individuelle Werte. 50 Handlungsfeld Nachhaltigkeit Lehr- und Lerngebiet. Als dritte Säule verfolgt das Institut daher die Förderung der nachhaltigkeitsbezogenen Lehre durch ein dauerhaftes hochschulweites Angebot an zeitgemäßen und praxisorientierten (digitalen) Lehrmaterialen und innovativen (Online-)Lehrformaten, die allen Fachbereichen zur Verfügung gestellt werden. Sie werden begleitet von Beratungsangeboten für Lehrende, die Themen der nachhaltigen Entwicklung mit eigenen Lehrinhalten stärker verknüpfen wollen. Damit dienen sie dem Ausbau der LehrLern-Kompetenzen im Sinne einer Befähigung zum transformativen Denken und Handeln. Die Hochschule Bochum formuliert in ihrer Nachhaltigkeitsvision (HSBO 2021), dass sie eine aktive Rolle in der Nachhaltigkeitstransformation ihres regionalen Umfeldes, der Metropole Ruhr, und darüber hinaus einnehmen möchte. Diese Vision wird nur zu erreichen sein, wenn die Hochschule als starke Akteurin im regionalen Innovationssystem agiert und wahrgenommen wird. Hierfür bilden relevante Forschungsergebnisse (Domänenwissen) den notwendigen Kern, der durch umfassende Vernetzung mit den relevanten Beteiligten und intensive Kooperations- und Interaktionsaktivität – den Transfer – zu ergänzen ist. Darum fördern wir gezielt den Wissens- und Technologietransfer zwischen Wissenschaft, Kommunen, Gesellschaft und Wirtschaft. Dabei können wir auf ein bestehendes starkes regionales Netzwerk aufbauen. Das Spektrum der Kooperationen mit der Wirtschaft, den Kommunen, Kultureinrichtungen, Verbänden und regionalen Beteiligten, wie dem Regionalverband Ruhr, reicht dabei von gemeinsamen Forschungs- und Transferprojekten über Transformationskooperationen bis hin zu Forschungsdienstleistungen. Für passgenaue und wirksame Transferinitiativen und -prozesse ist eine dauerhafte Begleitung unserer Transferaktivitäten mit eigenen Dienstleistungen und Unterstützungsformaten essenziell. Zu diesem Zweck richtet die Hochschule Bochum, zunächst für fünf Jahre finanziert durch das Projekt Transfer Hub for the Advancement, Livability and Efficacy of Sustainability Transformations (THALES) eine neue Transferzentrale (Transfer Hub) ein, die sich dem Aufbau einer Transferdienstleistungs- und Transfermanagementstruktur sowie dem Aus- und Aufbau strategischer Partnerschaften mit Multiplikationswirkung widmet und die bis 2028 bis zu zwölf definierte Transferprojekte in den Transformationsfeldern „Resilienz, Mobilität, Energie“, „Nachhaltiges Leben und Wirtschaften“ sowie „Produzieren, Planen, Bauen“ begleiten und evaluieren wird. Der Transfer Hub schafft aktiv Räume für den nötigen Dialog über Wissen, Bedarfe, sektorale Wahrnehmung und individuelle Werte. Er etabliert agile Dialogprozesse mit der Bürgerschaft, Kommunen und Unternehmen, z. B. durch Präsenzen an den Standorten unserer Transferprozesse (Campus to People). Er entwickelt neue Transferpotenziale, schneidet Leistungsangebote bedarfsgerecht zu und unterstützt Kreativ- und Pilotprozesse (Transferleitfaden, Beratungs- und Coaching-Angebote). Damit fördert der Transfer Hub die Professionalisierung unserer Transferprozesse sowie die Entwicklung transformativer Kompetenzen. Zur Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie (2021–2025) sowie der zugehörigen Berichterstattung bauen wir an der Hochschule ein Nachhaltigkeits- und Klimamanagement auf, das eingebettet ist in die bestehende Governance-Struktur (Runder Tisch und Steuerungsgruppe Nachhaltige Hochschule Bochum). Es soll getragen werden von einer Organisationskultur, die sich durch eine wertschätzende Binnenkommunikation, eine offene, aktive und lösungsorientierte Fehlerkultur und ein partizipatives Wissensmanagement auszeichnet. Eine vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit ist der Schlüssel für eine Kultur, in der alle voneinander lernen und Wissen miteinander teilen. Wir verstehen Gleichstellung und Diversität als Stärke und Chance – wir achten, respektieren und fördern sie.
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