Hochschulentwicklungsplan 2023–2028

75 Handlungsfeld Internationalisierung Aufbau internationaler Studiengänge und Kooperationen Eine besondere Gruppe von internationalen Studierenden sind solche, die bei uns nicht nur für ein Semester zu Gast sind, sondern sich entschließen, wegen der hohen Qualität der Lehre an der Hochschule Bochum ihren Abschluss zu machen. Sie bereichern nicht nur unsere Hochschullandschaft im Sinne der Internationalisierung@Home, sondern machen die Hochschule unabhängiger von regionalen Schwankungen in der Anzahl der Hochschulzugangsberechtigten sowie von kurzfristigen Trends für oder gegen einzelne Studienrichtungen. Gleichzeitig stellt ihre Ausbildung vor Ort in Deutschland eine wichtige Stütze für die regionale Wirtschaft dar, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Ein positives Beispiel ist die Kooperation mit Indien, welche über das IGCHE initiiert wurde und darüber hinaus durch die Verwendung der deutschen Sprache einen besonderen Beitrag leistet. Der Regelfall, um international attraktiv zu sein, sind jedoch wiederum Lehrangebote in englischer Sprache. Diese gilt es sowohl für internationale Studiengänge als auch für die Kooperationen im Programm „Erasmus+“ auszubauen. Die in Abbildung 1 dargestellten sukzessiv aufgebauten Lehrangebote bilden die Grundlage für internationale Doppelabschlüsse oder vollständig internationale Studiengänge an der Hochschule Bochum. Hierbei evaluieren wir neben fremdsprachigen Studiengängen sowie Vertiefungsrichtungen auch flexiblere Ansätze wie fremd- oder mehrsprachige Studienpfade oder mehrsprachige Studiengänge. Lösungen werden hierbei, wie viele unserer Studienangebote, fachbereichsübergreifend und vernetzt gedacht. Ein attraktives 30 ECTS umfassendes Angebot für Incomings in Fächern wie z. B. der Informatik kann sich durchaus aus Angeboten aller Fachbereiche mit Informatikinhalten (Fachbereich E, G, M und W) speisen und muss nicht identisch mit existierenden Semesterplänen einzelner Studiengänge sein. In der Lehre bedeutet die didaktische und sprachliche Anpassung der Lehrinhalte auf fremd- oder mehrsprachige Ansätze einen Mehraufwand, der im Sinne der Qualität der Lehre durch flankierende Unterstützungsmaßnahmen begleitet werden muss, um ein qualitativ hochwertiges Angebot zu erreichen. Internationalisierung der Kommunikation und Verwaltung Die oben genannten Maßnahmen und Ziele können gemäß der in Abbildung 1 skizzierten Entwicklung nur erreicht werden, wenn sich die Hochschule konsequenter als in der Vergangenheit international präsentiert und sprachfähig ist. Dies beginnt mit einem besseren und in größerer Tiefe verfügbaren internationalen Webauftritt, der die Vorzüge der Region und des lokalen Lehrangebots klar herausstellt. Das umfasst sowohl den klassischen Webauftritt als auch die sozialen Medien. Es geht weiter über eine stärkere Internationalisierung im Bereich der Studierendenverwaltung und der Personalbetreuung für internationale Beschäftigte, Forschende und Lehrende. Hierzu sind englischsprachige Unterlagen zum Studium und dessen Organisation, Dialogstrukturen in Softwareanwendungen und Hilfestellungen kleine, aber wichtige Schritte. Diese kleinen, aber wichtigen Schritte gilt es strukturell zu unterstützen, indem unter anderem in Verwaltung, Lehre und Forschung das Angebot für englischsprachige Weiterbildung zielgruppengerecht ausgebaut wird. 08.5 08.6 Erasmus+

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